Wie warm darf es werden?

Folgen hat der Klimawandel bereits heute (>> hier); ab wann aber ist er nicht mehr beherrschbar? Viele Klimaforscher und Politiker halten eine Temperaturerhöhung von maximal 2 Grad Celsius für die kritische Grenze.

2 Grad Celsius hat schon 1995 der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) als Obergrenze genannt, 1996 hat sich die Europäische Union auf diesen Wert festgelegt und ihn seither mehrfach bekräftigt. Auch auf der 2005 vom britischen Premier Tony Blair einberufenen internationalen Tagung “Avoiding Dangerous Climate Change” wurde dieser Wert genannt, zu dem sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bekennt.

Da 0,8 Grad Erwärmung bereits eingetreten sind (>> hier), dürften “nur” noch 1,2 Grad dazukommen; “nur”, da dies nahe der Untergrenze von 1,1 Grad liegt, die der IPCC für möglich hält (>> hier). Dieses Ziel ist anspruchsvoll:

Um den Temperaturanstieg auf 2 Grad Celsius zu beschränken, darf die Konzentration an Treibhausgasen höchstens auf 440/450 ppm steigen.

Diese kritische Grenze wäre bei gleichbleibenden Emissionen in etwa zehn Jahren erreicht. Daher ist schnelles Handeln erforderlich: Die Emissionen müssen gegenüber dem (international üblichen) Bezugsjahr 1990 global um mindestens 60 Prozent fallen. In den reichen Industrieländern, die einen überproportionalen Anteil haben, müssen sie gar um 80 bis 90 Prozent fallen: Nötig ist eine dritte industrielle Revolution: ein Leben ohne fossile Brennstoffe. Die gute Nachricht ist: Die Techniken hierfür existieren zum größten Teil bereits (und billiger als der Klimawandel sind sie auch noch, >> hier).

© Jürgen Paeger 2008 - 2010

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