Wo kommt das Kohlendioxid her?

Das wichtigste Treibhausgas, Kohlendioxid, entsteht hauptsächlich als energiebedingte Emission - durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe (Öl, Kohle, Gas) zur Stromerzeugung, in der Industrie, in Hausheizungen und im Straßenverkehr1 werden weltweit jedes Jahr über 26 Milliarden Tonnen (2006: 27,3 Milliarden Tonnen) dieses Treibhausgases freigesetzt; dazu

kommen knapp 6 Milliarden Tonnen aus dem Abbrennen von Wäldern, vor allem der tropischen Regenwäldern Amazoniens und Südostasiens. Etwa die Hälfte der Emissionen werden von natürlichen Kohlenstoff-Senken aufgenommen, vor allem den Weltmeeren (netto 8 Milliarden Tonnen), aber auch von Landökosystemen (3,3 Milliarden Tonnen, vor allem durch wachsende Wälder und Torfmoore). Damit verbleiben durchschnittlich 15 Milliarden Tonnen pro Jahr in der Atmosphäre, und diese lassen deren Kohlendioxid-Gehalt um 1,9 ppm pro Jahr ansteigen. In Deutschland hat Kohlendioxid sogar einen Anteil von 85 Prozent an allen Treibhausgasen; die energiebedingten Emissionen betragen ca. 865 Millionen Tonnen/Jahr.

Beitrag der verschiedenen Kohlendioxid-Quellen zum Treibhauseffekt

Beitrag der relevanten Quellen zum Anstieg der
Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre.
(Eine Tonne Kohlenstoff entspricht 3,667 Tonnen
Kohlendioxid) >>
Bildquelle

Woher weiß man eigentlich, woher das Kohlendioxid stammt?

Die Quellen des Kohlendioxids konnten mit verschiedenen Methoden ermittelt werden, besonders aussagekräftig ist die Isotopenanalyse: Kohlenstoff besteht aus zwei verbreiteten  Isotopen, 12C (zu etwa 99 Prozent) und 13C (zu etwa 1 Prozent). Fossile Brennstoffe haben jedoch ein niedrigeres Verhältnis 13C/12C als Kohlendioxid in der Atmosphäre, und unterscheiden sich zudem noch untereinander: an dieser “Signatur” ist Kohlendioxid aus fossilen Brennstoffen zu erkennen

© Jürgen Paeger 2008 - 2010