Die Folgen der Erderwärmung

Zukünftige Folgen des Klimawandels hängen vor allem davon ab, wieviele Treibhausgase wir noch in die Atmosphäre blasen und wie stark daher die Temperatur ansteigt. Der IPCC rechnet im 21. Jahrhundert mit einer Erwärmung zwischen 1,1 und 6,4 Grad Celsius.

Damit würden die bereits beobachteten Folgen (>> hier) noch einmal verschärft: Das arktische und antarktische Seeeis wird weiter zurückgehen, die Arktis könnte im Sommer eisfrei werden; der Meeresspiegel wird noch schneller ansteigen, Extremwetter wie Stürme, Dürren, Überschwemmungen noch häufiger werden.

Dieses aber hätte seinerseits Folgen: Ein ansteigender Meeresspiegel würde tiefliegende Küstenregionen und -städte überfluten - vor allem in den armen Ländern, die ihre Küsten nicht durch aufwändigen Küstenschutz schützen können. In Bangladesh etwa leben 35 Millionen Menschen in einem Bereich, der nicht höher als ein Meter über dem Meeresspiegel liegt. Manche kleine Insel wird heute schon evakuiert. Extremwetter bedeutet auch Ernteausfälle. Diese werden gerade dort erwartet, wo bereits heute Hunger herrscht - bereits bei der als unvermeidlich angesehenen Temperturerhöhung von insgesamt 2 Grad Celsius (>> hier) wird in Afrika ein Rückgang der Ernten um 10 bis 20 Prozent erwartet.

Die moralische Last des Klimawandels

Nicht nur beim Ernterückgang, auch bei Problemen mit der Wasserversorgung oder sich ausbreitenden Krankheiten gilt: Am meisten bezahlen müssen die, die am wenigsten dazu beigetragen haben - die Armen dieser Welt. Uns wird der Klimawandel Geld kosten, die Armen möglicherweise ihr Leben. Natürlich werden nicht alle dieses ruhig abwarten; die Anzahl der Flüchtlinge wird weiter zunehmen.

© Jürgen Paeger 2008 - 2010