Die Erdoberfläche

Von der ankommenden Sonnenstrahlung erreichen 198 Watt/m² die Erdoberfläche. Auch davon wird ein Teil reflektiert: Schnee und Eis, aber auch andere helle Oberflächen wie Wüstensand reflektieren einen größeren Anteil an Sonnenlicht, dunkle Oberflächen wie Nadelwälder oder die Oberfläche der Meere weniger. Der größte Teil dieser Sonnenstrahlung erwärmt jedoch die Erde.

Reflektiert werden im Durchschnitt 30 Watt/m². Es bleiben also (198 - 30) 168 Watt/m², die die Erdoberfläche erwärmen. Was geschieht mit der eingestrahlten Energie? Kämen jede Sekunde 235 Watt/m² (die von Erdoberfläche und Atmosphäre absorbierte Energie) hinzu, würde die Erde bald sehr, sehr heiß. Die Temperatur der Erde bleibt aber gleich, da sie sich in einem energetischen Gleichgewicht befindet: Sie strahlt genauso viel Energie aus, wie auf sie

einwirkt.

Dabei entspricht wie bei der Sonne (>> mehr) die Wellenlänge der Temperatur der Oberfläche. Die Erde ist kälter als die Sonne, daher gibt sie kein sichtbares Licht, sondern unsichtbare Infrarotstrahlung (Wärme) ab.

Angesichts der eingestrahlten Energie kann man ausrechnen, dass die Erde -18 °C warm (kalt) sein sollte. Tatsächlich ist sie +15 °C warm. Dies ist die Wirkung des >> Treibhauseffekts.

Strahlungshaushalt der Erde: Die abgegebene Wärmestrahlung entspricht der einfallenden Sonnenstrahlung. >> Bildquelle

© Jürgen Paeger 2008 - 2010