Was kann ich gegen den Klimawandel tun?
Stromverbrauch zu Hause messen

Um Stromverschwender zu Hause aufzuspüren, eignen sich spezielle Messgeräte, die oft als “Energiesparmonitor” verkauft werden.

Manche Elektrogeräte verbrauchen auch dann noch Strom, wenn man sie eigentlich ausgeschaltet glaubt. Ursache sind die berüchtigen Standby-Schaltungen. (Diese kann man auch ganz einfach erspüren: Je wärmer das Netzteil eines “ausgeschalteten” Gerätes ist, desto mehr Strom braucht es immer noch.) Zum anderen kennt kaum jemand den Stromverbrauch seiner Geräte. Hand aufs Herz: Wissen Sie ungefähr, wieviel ihr Computer und ihre Monitor jetzt gerade verbrauchen?

Um Standby-Sünder und Stromverschwender aufzuspüren, gibt es seit einiger Zeit preiswerte Leistungsmessgeräte zu kaufen. Die Zeitschrift c’t hat Ende 2008 eine Reihe auch preisgünstiger Geräte getestet, und auch dabei sehr gute Geräte gefunden, darunter etwa Aktionsware von Rossmann (Heitronic Energiekostenmessgerät Nr. 46901) und von Tchibo (TCM Nr. 24735) für 8 bzw. 10 Euro. Andere Billiggeräte (etwa das geteste Gerät von Aldi) waren aber schlecht - die Messung des Stromverbrauchs verlangt den Geräten nämlich einiges ab, da gerade moderne elektronische Geräte nicht einfach zu erfassen sind (für alle, die sich mit Elektrik auskennen: Da der Strom bei diesen oft weder sinusförmig noch in Phase ist und sich Schein- und Wirkleistung daher unterscheiden - deshalb führen auch Multimetermessungen zu falschen Ergebnissen). Eine zuverlässige Alternative stellt der Elektrofachhandel dar: Testsieger bei der Stiftung Warentest (Juni 2009) war der Conrad/Voltcraft Energy Monitor 3000 für 40 Euro, der auch Standbyleistungen von 1 bis 3 Watt sehr genau misst. Noch besser war der No-Energy SEM 16, der auch ausgeliehen werden kann (>> Aktion No Energy). Beim Test wurde dieses Gerät aber zu heiß, so dass es bei Stiftung Warentest abgewertet wurde.

Geräteangaben und Testergebnisse c’t: Heft 24(2008

© Jürgen Paeger 2008 - 2010